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Unterheinriet

Aus der Geschichte Unterheinriet

Für die Frühgeschichte von der Steinzeit bis zu den Römern, den Alemannen und den Franken gilt für Unterheinriet das für Untergruppenbach Ausgesagte entsprechend. Wann „Heinriet“ entstand, lässt sich leider nicht genau nachweisen. Man nimmt jedoch an, dass die Anfänge der Ortschaft in die Rodungszeit zwischen 800 und 1000 nach Christus fallen.

Die Endung „riet" gehört sprachlich zu „reuten", „roden", also „dem Anbau dienstbar machen". Wahrscheinlich erhielt der Ort seinen Namen von der Burg Hohenriet. Deutet man den Namen „Hohenriet“ als „gerodete Höhe“, so könnte das ein Hinweis darauf sein, dass die Burg im Weiler Vorhof der Wohnsitz der Herren von Hohenriet war.

Reste der Burg finden sich nicht mehr, aber der Standort eines Wohnturmes mit darumliegenden Graben zeichnet sich heute noch in einem Hühnergarten am rechten Ortsausgang ab.Die Burg Hohenriet samt Vorhof wurde 1528 vom Schwäbischer Bund zerstört, weil der Bauernführer Hans Thomas von Absberg, ein Genosse des Götz von Berlichingen, sich darin aufhielt. Urkundlich tritt der Name „Hehenriet" 1139 zum ersten Mal auf: Helfricus de Hehenriet war Zeuge bei König Konrad III., Gerung von Henried war 1181 und 1186 Zeuge bei Friedrich I. (Barbarossa).

Um 1100 wurde in Heinriet der Weinbau genannt. Das Besitztum derer zu Hehinrieth verfiel im Laufe der Jahre immer mehr, bis dann 1346 der Rest des Besitzes von Graf Albrecht III. von Löwenstein gekauft wurde. Durch den Verkauf der Grafschaft Löwenstein an Kurfürst Ludwig von der Pfalz im Jahre 1441 gehörte auch Heinriet von nun an zur Pfalz.

Ortsmitte Unterheinriet
Ortsmitte Unterheinriet

Nachdem 1462 der letzte Spross derer zu Heinriet bei einem Kampf gefallen war, starb diese Herrschaft völlig aus. 1488 kam Heinriet zum kurpfälzischen Amt Weinsberg. Auch Heinriet wurde im bayerisch-pfälzischen Erbfolgekrieg 1504 von Württemberg eingenommen und dem Amt Beilstein zugeordnet.

Im 30jährigen Krieg musste die Gemeinde manches Leid erfahren. Besonders im Jahre 1626 wütete im damals noch kleinen Württemberg die Pest und raffte 28.000 Menschen dahin; in Heinriet starben allein 113. Erst in der Mitte des 18.Jahrhunderts erholte sich der Ort langsam; die Bevölkerungszahl stieg, so dass man 1722 die Kirche erweitern musste. 1750 wurde ein neues Rathaus gebaut 1908 wurde die Gemeinde mit dem Postomnibusverkehr für die Verbindung nach außen erschlossen.

Von nun an ging es stetig aufwärts, die Bevölkerungszahlen stiegen, das heimische Handwerk wuchs, und in der Neuzeit siedelte sich auch kleine Industrie an. Untergruppenbach und Unterheinriet waren früher durch nachbarschaftliche Beziehungen, ab 01.01.1971 durch eine Verwaltungsgemeinschaft verbunden. Mit Wirkung von 01.01.1974 wurde Unterheinriet nach Untergruppenbach eingegliedert.